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Macintosh-Schˆpfer Jef Raskin ist gestorben

 
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MacOS
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PostPosted: Tue Mar 01, 2005 1:48 am    Post subject: Macintosh-Schˆpfer Jef Raskin ist gestorben Reply with quote

WASHINGTON February 26, 2005 ó Jef Raskin, der geistige Vater des Macintosh-Computers, ist gestorben. Der 61-j‰hrige starb am 26 Februar 2005 in seinem Haus in Pacifica bei San Francisco.


In Memory of Jef Raskin
March 9, 1943 - February 26, 2005

    We lost one of the great ones today, a good and generous man.
    Dave Burstein


Raskin trug bei Apple in den fr¸hen 80er Jahren die Mitarbeiter-Nummer 31. Ihm wird die Entwicklung des Macintosh zugeschrieben, mit dem Apple die Benutzeroberfl‰che von Computern revolutionierte. Der Mac faszinierte die Benutzer damals mit Dingen wie "point-and-click" oder "drag-and-drop".

Von Hause aus Mathematiker, bet‰tigte sich Raskin auch als Orchester-Musiker, Komponist, Radrennfahrer und Designer von Modellflugzeugen. Er schrieb das Buch "The Human Interface" und gr¸ndete das Raskin Center for Human Interfaces. Zuletzt war der Computerpionier damit besch‰ftigt, die Software f¸r sein Projekt "Archy" fertigzustellen, einer Zusammenstellung von Designprinzipien f¸r Mensch-Maschine-Schnittstellen.



F¸nf Jahre vor der Vorstellung des Apple Macintosh am 24. Januar 1984 macht sich Apple-Chairman Mike Markkula Gedanken dar¸ber, ob sein Unternehmen nicht einen 500-Dollar-Computer auf den Markt bringen sollte. Markkula beauftragte damals Jef Raskin mit dem geheimen ìAnnie"-Projekt. Raskin war f¸r die Publikationen bei Apple, insbesondere Handb¸cher, verantwortlich und sollte eigentlich sich st‰rker um die Entwickler k¸mmern, die Anwendungen f¸r den Apple II schreiben.

Neben seiner Arbeit um das Schreiben der Handb¸cher f¸r den Apple II sollte sich Raskin dann eigentlich mehr um die Entwickler von Apple II k¸mmern, wurde jedoch dann mit dem geheimen Projekt -Annie- betraut. Raskin w‰hlte einen vˆllig neuen Ansatz, denn bislang definierte stets das "technisch Machbare" das Design eines Computers. Der studierte Informatiker wollte einen Computer f¸r den normalen Menschen auf der Stra?e bauen - und dieser durfte nat¸rlich auch nicht unerschwinglich sein. Raskins Ausdruck von der "Person in the Street" wurde bei Apple zum gefl¸gelten Wort, das mit PITS abgek¸rzt wurde.

ìIch sagte Markkula, dass ëAnnieí ein klasse Projekt ist, dass man f¸r 500 Dollar aber nicht viel machen kannî, erinnert sich Raskin sp‰ter. ìGleichwohl steckte in dem Projekt etwas, von dem ich seit einiger Zeit getr‰umt habe, das was ich Macintosh genannt habe. Im Kern ging es darum, etwas komplett aus der menschlichen Perspektive heraus zu entwickeln.î

Jef Raskin und der Macintosh

Raskin w‰hlte 1979 einen vˆllig neuen Ansatz, denn bislang definierte stets das ìtechnisch Machbareî das Design eines Computers. Der studierte Informatiker, der bei seiner Anstellung sein Diplom vor den Apple-Gr¸ndern verheimlichte (weil die Steve Wozniak und Steve Jobs Akademikern extrem misstrauisch begegneten), wollte einen Computer f¸r den normalen Menschen auf der Stra?e bauen - und dieser durfte nat¸rlich auch nicht unerschwinglich sein. Raskins Ausdruck von der ìPerson in the Streetî wurde bei Apple zum gefl¸gelten Wort, das mit PITS abgek¸rzt wurde.



Der erste Entwurf von Raskin sah einen geschlossenen Computer inklusive Monitor, Tastatur und Drucker vor, der ohne externe Kabel auskommen sollte - und das alles f¸r 500 Dollar. Daf¸r sollte der Macintosh aber nur mit einem winzigen 5-Zoll-Display, einer Billig-CPU (6809) und einem extrem eng bemessenen Hauptspeicher von 64 Kilobyte ausgestattet sein.

Es ist vor allem ein Name, der heute mit dem Erfolg des Macintosh, des prototypischen Apple-Rechners verbunden ist: der von Steve Jobs. Tats‰chlich aber f¸hrte Jobs das Projekt Mac bis zum Jahr 1982 nur zuende, initiiert hatte es jemand anderes: Jef Raskin.

Der promovierte Mathematiker, Philosoph und Informatiker war Apple von den Gr¸ndungstagen an verbunden. Sein erster Beitrag zu einem Apple-Computer war das Basic-Handbuch f¸r den Apple II, das er 1976 als Auftragsarbeit schrieb. Zwei Jahre sp‰ter brach er seine universit‰re Karriere, die ihn zu diesem Zeitpunkt bis zu einer Junior-Professur gebracht hatte, ab und unterschrieb einen Vertrag bei Apple.

Vehement betrieb er dort die Entwicklung eines Rechners f¸r Jedermann, den er selbst - angeblich nach seinem Lieblingsapfel - benannt hatte: Der Macintosh sollte zur echten Initialz¸ndung f¸r die Zeit des Home Computing werden.

Wie genau diese aber aussehen, was genau ein solcher Jedermann-Rechner kˆnnen sollte, dar¸ber kam es zwischen Raskin und Steve Jobs immer ˆfter zum Streit. Einig waren sich beide dar¸ber, dass der Macintosh zu einem auch f¸r Laien leicht nutzbaren, All-in-One-Packet ohne viel Kabelsalat und komplizierte Installationen entwickelt werden sollte. Raskin schwebte eine Art Volks-PC mit moderaten technischen Leistungsdaten vor, der die Massen auch ¸ber den Preis ansprechen sollte. Die Vision, die Jobs dagegen setzte, ist bekannt: Sein Ansatz griff hˆher - in jeder Hinsicht.

Zum Leidwesen von Jef Raskin st¸rzte sich Apple-Chef Steve Jobs Anfang 1981 auf das Macintosh-Projekt, das zu diesem Zeitpunkt im Apple-Aufsichtsrat (Board) noch nicht richtig ernst genommen wurde. Im M‰rz 1982 gab Raskin entnervt auf und verlie? Apple Computer. Sp‰ter machte er sich als Entwickler des Canon Cat und mit Verˆffentlichungen zu Grafischen Benutzeroberfl‰chen einen Namen.
Raskin hatte sich einen PC erhofft, der f¸r 500 bis 1000 Dollar ¸ber die Ladentheke gehen sollte. Doch Jobs setzte sich durch, und Raskin verlie? 1982 frustriert die Firma. Zwei Jahre sp‰ter landete der Mac in den L‰den - und kostete 5000 Dollar.

Aus einem Artikel bei www.mr-gadget.de und Spiegel Online

Weitere deutsche Artikel


at-mix.de: Vater des Macintosh -Jef Raskin- gestorben
Heise.de: Ein Schalter ist eine Welt - zum Tode von Jef Raskin

Hier gibt es mehr informationen zu Jef Raskin, alle in englischer Sprache:

More information about Jef Raskin is available at his Web site, http://www.jefraskin.com
More information about Archy is at http://www.raskincenter.org
http://www.raskincenter.org/pressrelease.html
The Macintosh at 20: Interview with Jef Raskin
DigiBarn Friends: Jef Raskin and his Apple-1
Jef's Page at folklore.org
An interview about Raskin¥s recorder harpsichord
Raskin¥s speach at Macworld Expo Boston 2004 Keynote (you can download it as an .mp3)
Article: Jef Raskin, brains behind the user-friendly Macintosh
Jef Raskin: He Thought Different
The New York Times: Jef Raskin Is Dead


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